| The Sweet Vandals |
THE SWEET VANDALS„Lovelite“ (CD / LP) Unique Records/Groove Attack VÖ: 27.03.2009 Dass es mal eine Soul-Achse Madrid-Düsseldorf geben würde, konnte zu den Anfängen der spanischen Soul- und Funkband The Sweet Vandals niemand vorhersagen. Und dass nun das bereits zweite Studioalbum der natürlich gewachsenen Band aus klassischem Soul, Raw Funk und authentischem Groove in die Läden kommt, unterstreicht die Entwicklung, die das Genre Soul und Funk in beiden Ländern seitdem durchwandert hat. The Sweet Vandals definieren sich zunächst einmal durch das Energiebündel Mayka Edjole, die Stimme der Band, das Herz, die Seele. Aber eben auch durch die knarzigen und beherzten Hammond-Sounds, die Santiago Vallejo, „Diamond“ genannt, dem Monster-Funk-Instrument entlockt. Oder dem funky Bass, den Santi „Sweetfingers“ Martin seinem Vintage-Bass abringt. Während Drummer Javier „Skunk“ Gomez Gebetsmühlengleich den Sound druckvoll rechtsdreht und zusammen mit Gitarrist José „Angel“ Herranz den Fuß des Funks wippen lässt, ist es am Ende immer wieder Mayka, die den Bogen zurückspannt zum unglaublich energiegeladenen, schwelenden, spirituell wirkenden Deep Funk der Vandals (zu Maykas Wurzeln zählen auch Erfahrungen in einem Gospel-Chor), denen guten und ausgeglichenen Gewissens eine große Zukunft im Genre prophezeit werden darf. Das Geheimnis des Sweet Vandals-Sound liegt aber auch in der analogen Aufnahmetechnik, die das warme, erdige Song- und Soulgefühl der Band bewusst knorrig und grobkörnig wiedergibt. Dass alle Vandalisten hierzu authentische Instrumente und Mikrofone der verschiedenen Soul-Zeitrechnungen benutzen und diese auf analogem Equipment aufnehmen und abmischen, spricht eine konsequente Sprache, die man in Songform auf dem Album als waschechte Handschrift nachempfinden kann. Abgemischt wurde das neue Album darüber hinaus in den hauseigenen Funkameba Studios - Analog Heaven. Auftritte in Spanien, Frankreich, Portugal, der Schweiz und immer wieder Deutschland standen in den vergangenen Jahren auf dem nicht zur Ruhe kommenden Programm der spritzigen Funk-Formation, die sich perfekt auf die ehrliche, bodenständige und authentische Interaktion mit dem Publikum versteht - „Dirty Club Sound“ nennen The Sweet Vandals selbst ihren unvergleichlichen Soul-Sound. Die überaus natürlichen, sympathischen, auch und besonders in DJ-Kreisen heißgeliebten und hochgehandelten Sweet Vandals mauserten sich im Verlauf jener ersten Jahre schnell und fleißig zu einer Art Geheimtip für Soul- und Funk-Brüder Europas und schließlich des Planeten. Nicht umsonst waren die Vandals u.a. auch in Mexiko und in Afrika auf der Bühne zu sehen. „Wir versuchen, unseren eigenen Sound zu finden” sagte Javier „Skunk” Gomez damals über den Sound der Band, nicht wissend, dass sie spätestens mit ihrem ersten Album vor zwei Jahren genau dort angekommen waren. Denn 2006 spielten die Vandalen im Berliner “Lovelite”-Club auf. Dort trafen sie auf Henry Storch, Mastermind des mittlerweile legendären Düsseldorfer Soul, Funk- und Groove-Labels Unique Records - die Idee zum ersten Album der Funk-Kombo aus Madrid war geboren. Nachdem Songs der Band zunächst auf unzähligen Kompilationen zu finden waren, war es 2007 soweit, dass ihr Debütalbum „The Sweet Vandals“ auf Unique Records erschien und Furore machte als eines der rauesten, ehrlichsten und deepsten, kurz: der besten Funk- und Soul-Alben der letzten Jahre. Ein Meilenstein. Mehr noch: Der Gig im „Lovelite“ wurde so enthusiastisch aufgenommen, dass er die Vandals schließlich dazu inspirierte, dem neuen Longplayer eben diesen Namen zu verleihen -„Lovelite“ - eine Hommage an jenen legendären Auftritt der Sweet Vandals im gleichnamigen Club. „Lovelite“, das Album, strotzt dabei einmal mehr vor Energy Funk, vor tiefschwarzem Soul, vor handgespielten Akkorden zwischen den soulgetränkten Groove-Welten. Warm, uneben, dabei zielstrebig bis ins Mark. „Funky Children“ oder „What About Love“, auf denen sich die Magie einer Dusty Springfield in Maykas Stimme widerzuspiegeln scheint, oder aber „Againstupidity“, welches unverfälscht den Geist von Soul- und Funk-Übervater James Brown heraufbeschwört. Im Song „Every Woman Is A Diva“ wird zugleich die eigene Einzigartigkeit, aber eben auch der sehr griffige Zugang und die offene Herzlichkeit der Band betont - Selbstironie. Dann „I Hate To Hate You“, strukturiert wie ein klassischer Sixties-Motown-Song. Allerdings mit Sand im Getriebe, den die Sweet Vandals immer wieder mit Absicht und Konsequenz in ihren Sound rieseln lassen. Raw Funk. „Lovelite“ ist ein elf Songs kurzer Exkurs durch die Grundfeste von Soul und Funk. Ein ehrliches Album, gleichzeitig ein Statement für die gute alte analoge Welt - ein Pferdestärken-strotzendes Funk-Vehikel, um die Black Music-Achse Spanien-Deutschland auch in der Zukunft fruchtbar as hell werden zu lassen. „Ich habe eine verdammt gute Zeit, genieße meine Arbeit mit den Sweet Vandals“ bekennt sich Santi „Sweetfingers“ Martin und bekommt durch Mayka abschließende und umfassende Rücken-deckung: „Wir lieben, was wir machen“. Ganz ehrlich: Man hört es den Sweet Vandals in jeder Soul- und Funkgetränkten Note ihrer Musik, jedem Atemzug ihres neuen Albums „Lovelite“, an! www.myspace.com/thesweetvandals |
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