Jamiri
Jamiri JAMIRI
Arsenicum Album
Band 11
Edition 52
VÖ: 21.09.2009
 
Zeitgeist gegen den Strich gebürstet
 
Von den Beatles gibt es das „White Album“, von Prince das „Black Album“.
In Zeiten der Krise und toxischer Papiere nennt der Comiczeichner Jamiri sein elftes Album „Arsenicum Album“. Gemeint ist hier die heilende Kraft des Weißarsens (lat.: arsenicum album) in minimaler Dosierung, bekannt aus der Homöopathie als Konstitutionspräparat für ruhelose Zeitgenossen.
 
Wie zuletzt in „Pornorama“ und „Autodox“ bürstet der SPIEGELonline-Hauszeichner konsequent den Zeitgeist gegen den Strich, thematisiert die Fehlbarkeit von Wikipedia, die vermeintliche Belanglosigkeit von Twitter oder die neue Unverschämtheit von Leergutautomaten („Unbekannte Flasche“) ebenso wie den eigenen Haarausfall, Schrödingers Katzenklo, aufdringliche Fans, instabile Atomkerne, Spekulatius im Juli und, ja, auch die Krise („Sie sehen es doch! Das Geld kommt einfach aus der Wand!“).
Die Weltherrschaft der Maschinen besteht fort in gestalt eines kleinen Roboters, dem die Unterwerfung der Hauskatze misslingt, und eine Reise in die Steinzeit beweist, dass man sich auch damals mit einem peinlich veralteten Laptop eine unverzeihliche Blöße gegeben hätte. Die Story „Cache Patrol“ pocht auf die Würde der Ahnungslosigkeit im Zeitalter der Internetpornos („Was ist MILF?!“).
 
An der Seite seiner realen Ehefrau und Muse Beate stellt sich Jamiri den Widrigkeiten des Alltags, den er wiederum zum Abenteuer schlechthin erhebt. Er zeigt den Alltag als Nadelör, durch das alles hindurch muss. Die Liebe, der Spekulatius, der Roboter, Wikipedia, Twitter, Fans, der Leergutautomat, Milf und Schrödingers Katzenklo.
 
„Arsenicum Album“ ist Teil 11 der Jamiri-Chroniken, in denen der Autor mit dem Erzählmittel des pointierten One-Pagers allmählich einen latenten Plot entwickelt - eine Storyline, das Abenteuer des eigenen Lebens; die Reise eines Helden, der überhaupt keiner ist und das Reisen hasst.
 
 
Zitate:
 
„Wenn Jamiri diese Akribie noch einige Jahrzehnte durchhält, dürfte ihm ein Platz im Olymp der Alltagssezierer, von James Boswell bis hin zu Marcel Proust und Max Frisch sicher sein.“ (taz)
 
„Seine Beobachtungen des Zeitgeistes sind mit das Beste, was derzeit als Satire zu lesen ist. Perfekt umgesetzte Pointen mit einem Schuss Philosophie.“ (splashcomics.de)
 
Zum Autor:
 
Jan-Michael Richter a. k. a. JAMIRI studierte Germanistik, Philosophie, Komparatistik und Kommunikationsdesign. Seit 1992 erschienen seine Comics bundesweit in verschiedenen Zeitschriften, u. a. UNICUM, dem führenden Hochschulmagazin. Als Hauszeichner von SPIEGEL online (seit 2003) und mit monatlich über 1 Mio. Lesern (AWA) gehört Jamiri zu den Stars seines Faches.
„Arsenicum Album“ ist sein elfter Comic-Band. Er erscheint im September 2009 erstmals bei EDITION 52, wo auch seine Backlist teilweise neu aufgelegt wird.
In Vorbereitung: Neue, 3. Auflage des Bandes „Dotcom Dummy“ aus dem Jahr 2000.
 
 
Bibliografische Angaben:
Jamiri (Jan-Michael Richter)
ARSENICUM ALBUM
Edition 52, Wuppertal 2009, 48 Seiten, HC
13,00 Euro
 
Das Buch ist im Buchhandel und Online-Buchhandel erhältlich.

http://www.jamiri.de
http://www.spiegel.de/netzwelt/
http://www.uni-edition.de
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Albumtrailer:
http://www.youtube.com/watch?v=mg0D2xgeGWc
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